Geologie
Ebenso wie das Fichtelgebirge besteht der Steinwald im Wesentlichen aus Granit. Im Süden und Osten ist er von einer Basalrkuppenlandschaft (Kemnather Land, Nördlicher Steinwald) umgeben, deren markanteste Erhebungen der Perkstein bei Weiden, der Raihe Kulm bei Kemnath, der Schlossberg bei Waldeck, der Armesberg, der Teichelberg und der Ruheberg sind. Man findet im Steinwald zahlreiche Granitblöcke und Felsbastionen, die oft phantastische Formen aufweisen. Sie haben so seltsame Bezeichnungen wie Katzentrögel, Zipfeltannenfelsen oder Saubadfelsen. Der Steinwald ist immer noch reich an Edelsteinen, darunter beispielsweise Achat und Japis, Erzen und Gesteinen. An Erzen sind Spat-, Braun- und Roteisen vorhanden. Früher, besonders im Mittelalter, wurden diese Erze abgebaut, heute sind die verbliebenen Vorkommen zu klein und liegen zu verstreut, um eine Förderung rentabel zu machen.

Häufig wird der Steinwald als ein Ausläufer des Fichtelgebirges betrachtet. Eine geologische Untersuchung widerlegte dies jedoch; der Granit im Steinwald ist wesentlich weicher als der Fichtelgebirgsgranit und enthält kein Lithium wie dieser. Außerdem ist er jünger als das Fichtelgebirge, was zahlreiche Basalt- und Kalkvorkommen belegen. Der Steinwald ist auch reich an Quellen. Das Wasser sprudelt oft aus Felsspalten hervor und hat eine gute Qualität. Hier findet man auch eine der eisenreichsten Quellen in ganz Europa, die König-Otto-Quelle in König-Otto-Bad bei Wiesau, das nach dem Bruder des Prinzregenten Luitpolf, Otto I. von Griechenland benannt worden ist. Noch heute wird das Wasser von der Firma König-Otto-Sprudel zu Getränken verarbeitet.

Die Bodenqualität im Steinwald hängt vom jeweilig dominierenden Gestein ab. Die äußerst verschiedenartigen Böden kann man etwa in vier Arten einteilen:

Aus den Gesteinen des Steinwaldrandes (Phyllit, Quarzit, Sande und Kaolintone) entstanden überwiegend nährstoffarme und saure Böden.

Die Granite im Steinwald hinterließen meist tiefgründig verwitterte Böden mittlerer Nährstoffversorgung.

Aus den Basaltverwitterungen entstanden eng begrenzte Böden mit einem guten Nährstoffvorrat.

Weitere gute Böden sind die grund- und stauwasserbeeinflussten Böden, oft mit Moorbildung.




Klima
Das Klima im Steinwald hat Hochgebirgsmerkmale. Erst Mitte Mai ist der Steinwald schneefrei. Riesige Schneemassen und heftige Schneestürme machen im Winter Wege und Steige unpassierbar. Auf den langen und rauen Winter folgt ein kurzer Frühling, dann ein an Niederschlägen reicher Sommer und auf diesen ein milder und schöner Herbst. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 4 bis 5 °C, die mittlere Niederschlagsmenge beträgt etwa 15 cm.



Natur
Der Wald im Steinwald besteht größtenteils aus Nadelhölzern, wobei die Fichten überwiegen. Der Laubbaumanteil konnte jedoch von 25,1 1987 auf 30,4 Prozent im Jahre 2002 erhöht werden. Am Boden überwiegen Beerensträucher, vor allem Heidel- und Preiselbeeren. Auffällig ist die zahlreiche Verbreitung von Kryptogamen. Der Siebenstein, der auch das Wahrzeichen des Fichtelgebirgsvereins ist, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Viele Farne kennzeichnen die Wälder.

Wildtiere (Rotwild, Wildschweine, Füchse, Marder, Iltisse, Wiesel und neuerdings auch wieder Luchse) findet man im Steinwald fast nur in den abgelegeneren Waldteilen. Spechte, Habichte, Uhus, Waldkäuze hausen in den hohen Baumwipfeln, darunter auch der Sperlingskauz und der Raufußkauz. Besonderen Schutz genießen die sonst selten gewordenen Schwarzstörche und das Auerhuhn, die es in geringer Anzahl im Steinwald noch gibt.

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